01.09.2007
iPhone-Sammelklage soll Apple zur Freigabe zwingen
Der New Yorker Herbert Kliegerman reichte nach seiner Mexiko-Reise eine Sammelklage gegen Apple ein, weil ihm eine iPhone-Rechnung über 2000 US-Dollar aufgrund hoher Roaming-Gebühren aufgetischt wurde. Herr Kliegermann fordert das Gericht in seiner Klage auf, Apple zum Entsperren des iPhones zu zwingen. Das Apple-Handy ist im Ausland nicht mit anderen Providern nutzbar, AT&T und Apple würden daher New Yorker Verbraucherrechte verletzen. Das Versprechen der iPhone-Anbieter sei in diesem Zusammenhang völlig irreführend, dass mit dem abgeschlossenen Vertrag Internetnutzung und E-Mail unbegrenzt möglich seien. Kliegerman fordert in seiner Klage, die exklusive Anbindung des iPhones an AT&T zu verbieten, solange die beiden Firmen nicht die Providerbindung im Ausland aufheben oder zumindest die Kosten für die Nutzung außerhalb der USA begrenzen. Wie wir in den letzten Tagen schon mehrmals berichtet haben, gelang es zahlreichen Hackern den SIM-Lock des iPhones mit mehr oder weniger komplizierten Methoden aufzuheben,  einige hatten sich dabei die Beachtung der Apple-Rechtsabteilung damit verdient. Ein Bericht des Business Week schlägt aber vor, dass die Verfahren der Hacker legal sein könnten. Somit gebe es im Digital Millenium Copyrights Act (DMCA) eine Ausnahme vor, die noch bis Ende November 2009 gilt für "Computer-Programme, die Handys in die Lage versetzen, sich mit einem Netz zu verbinden, wenn die Umgehung allein dazu dient, sich legal einzuwählen." Bisher beziehen sich AT&T und auf eine Anweisung des DCMA, welche klar stellt, dass niemand dazu befugt sei, Maßnahmen zum Schutz einer Technik zu umgehen.